
Seit letzter Woche haben die börsengehandelten Rohölpreise deutlich zugelegt und ziehen damit auch die Heizölpreise im Inland ein gutes Stück nach oben. Grund für den Preisanstieg sind die Unruhen im Iran, die sich mehr und mehr auch auf die Sicherheit am Ölmarkt auswirken.
Ölmarkt reagiert beunruhigt auf Eskalation im Iran
Der Iran ist Mitglied der OPEC+ und trotz zahlreicher Sanktionen der USA immer noch in den Top 20 der größten Ölproduzenten der Welt. Entsprechend unruhig wird man am Ölmarkt, wenn die politische Lage im Land zu eskalieren droht und – wie aktuell – die USA mit Einmischung drohen.
Dabei sind die Gefahren vielfältig: So könnten Angriffe auf die iranischen Ölanlagen für Produktionsausfälle sorgen. Zudem hat der Iran die Option, seine Infrastruktur als Druckmittel einzusetzen, denn Teheran kontrolliert die Meerenge von Hormuz, durch die täglich etwa 20% des täglichen Bedarfs an Öl und Ölprodukten fließt. Jede Unterbrechung hätte sofort spürbare Auswirkungen auf der ganzen Welt.
USA erheben Strafzölle für Iranische Handelspartner
Ein Angriff der USA steht nach wie vor im Raum, heute soll im Weißen Haus darüber beraten werden. Aktuell verfolgt Washington aber erst einmal eine andere Strategie: So sollen ab heute alle Handelspartner des Iran 25 % Aufschlag für Einfuhren in die USA bezahlen. Treffen würde das vor allem China, das bislang Hauptabnehmer iranischen Öls ist.
US-Militärintervention nicht vom Tisch
Die Lage bleibt angespannt, zumal die iranische Regierung weiter gnadenlos gegen die Bevölkerung vorgeht, die seit Tagen für ein Ende des Mullah-Regimes demonstriert. Trump hatte wiederholt angekündigt, die Demonstrierenden zu unterstützen und Teheran in diesem Zusammenhang auch mit militärischer Intervention gedroht.
Inlandspreise steigen mit Ölbörsen
Mit der zunehmend angespannten Risikolage legen die Ölpreise und mit ihnen auch die Inlandspreise zu. Im Vergleich zu den letzten Tagen fallen die Preisaufschläge heute allerdings wieder etwas geringer aus. Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen heute +0,70 bis +1,10 Euro/100l im Vergleich zu Montagmorgen.
Source: Futures-Services

